Presse 2025

#Osthessen News 09.12.2025
Bericht: Hans-Hubertus Braune
Fotos: Hans-Hubertus Braune

Ausverkaufte Stadtkirche: Chor und Blechbläser stimmen auf Weihnachten ein

09.12.25 - Sie sind das musikalische Highlight in der Vorweihnachtszeit und Jahr für Jahr innerhalb kurzer Zeit ausverkauft: die beiden "Musikalischen Vesper zum Advent" vom Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg sowie dem Blechbläser-Ensemble der Modell- und Gesamtschule Obersberg.

Am Wochenende war es wieder so weit. Die Stadtkirche in Bad Hersfeld war am Samstagabend und Sonntagnachmittag bis auf den letzten verfügbaren Platz besetzt und die glücklichen Menschen, welche ein Ticket ergattert hatten, waren begeistert von den knapp zweistündigen Konzerten.

Chor und Blechbläser unter der Leitung von Ulli Meiß begeisterten am Wochenende bei ihrer "Musikalischen Vesper zum Advent" in der ausverkauften Stadtkirche in Bad Hersfeld

"Ave Maria" sowie "Drei Nüsse für Aschenbrödel" und "In The Bleak Midwinter", "Carol Of The Bells" und "Star Of Bethelem" folgten von den Blechbläsern. Wie im Rennschlitten verging die Zeit. Beseelt von der musikalischen Klasse, der Hingabe und Qualität vom Chor und den Blechbläsern kam so richtig weihnachtliche Stimmung auf. Mal ruhig, mal mit Witz und stimmungsvoll fröhlich. Die Mischung machte die Vesper einfach perfekt. Sie verstehen ihr Handwerk perfekt, natürlich auch die Solistinnen und Solisten.

Stehende Ovationen der begeisterten Zuhörer

Natürlich durfte unter anderem "Jinge Bells" nicht fehlen, oder "Last Christmas" und "Rudolph, The Red Nosed Reindeer" - um ein paar Lieder aus der "Playlist" zu nennen. Zum großen Finale präsentierten sie ein wunderbares "Weihnachtslieder-Festival". Die rund 150 Sängerinnen und Sänger sowie die 30 Musiker überzeugten mit ihrer Klasse. Das Publikum zollte ihnen den verdienten und langanhaltenden Applaus und stehende Ovationen. Die Zugabe mit dem beliebten "Feliz navidad" allein war schon ein Fest.

Wunderschön war auch der Abschluss: Mit dem argentinischen Volkslied "Santo, santo, santo" (Heilig, heilig, heilig) und einer Kerzen in der Hand zogen sie aus der Stadtkirche und bildeten ein Spalier für die Besucher der beiden Konzerte. "Uns geht es immer so, dass nach diesen Konzerten Weihnachten in greifbarer Nähe ist", hatte Ulli Meiß am Anfang verraten. Wie recht sie haben. Danke für diese wunderbare Vesper.

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#Hersfelder Zeitung 07.12.2025
Bericht: Christopher Göbel
Fotos: Christopher Göbel

Weihnachtskonzerte mit Pauken und Trompeten

Der Chor der Modellschule Obersberg begeisterte mit seinen Adventsvespern. Rund 150 Sänger füllten die Stadtkirche mit weihnachtlichen Klängen.

„Es freut mich, dass die Stadtkirche heute so voll ist wie an Weihnachten“, sagte der designierte Dekan Michael Zehender am Samstagabend. Dass kein Platz mehr frei blieb, lag an der ersten von zwei musikalischen Adventsvespern des Chores und der Blechbläser der Gesamt- und Modellschule Obersberg unter der Leitung von Ulli Meiß.

Weihnachten kann kommen: Chor und Blechbläser der Modell- und Gesamtschule Obersberg begeisterten bei der „Musikalischen Vesper zum Advent“ in der Stadtkirche.

Auf dem Programm des mehr als zweistündigen Konzerts standen bekannte Weihnachtslieder, die die Ensembles mit begeisternder Präzision und Klangfülle interpretierten. Der Chor sang fast vollständig auswendig – auch eine Leistung, die ihresgleichen sucht.

Dass hinter einem solchen Konzert sehr viel Arbeit steckt, merkte man den Sängerinnen und Sängern nicht an. Intonation und Rhythmus waren auch bei rasanten Liedern wie „Carol of the Bells“ mit nahezu zungenbrecherischer Schnelligkeit kein Problem.

Solistische Passagen, unter anderem von Jacqueline Hartwig, die vor allem bei „Cantique Noël“ (oder auch „O holy Night“) brillierte, Matheus Drzewiecki, Chiara Stutz, Emilia Erhard, Maja Ziehn, Nina Ziehn, Martin Gellert und Katharina Schildgen – teilweise von den Seitenemporen – sorgten für ein abwechslungsreiches Konzert. Ulli Meiß hatte einige Stücke auch mit kleinem Chor einstudiert. Für die Klavierbegleitung sorgte – wie üblich souverän und versiert – Anne Rill.

Dank Chorleiter Ulli Meiß erlebten die Besucher ein beeindruckendes Konzert am zweiten Advents-Wochenende.

Neben Weihnachtsliedern wie „Diese Nacht ist wie ein Wunder“ und Medleys der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder hatte Ulli Meiß auch Weihnachts-Hits wie „Jingle Bells“, „Ding, dong! Merrily on high“ oder das jazzige „Can you hear the Christmas Bells“ auf die „Playlist“ gesetzt.

Die Blechbläser inklusive Percussiongruppe mit Pauken und Xylophon brillierten unter anderem mit Arrangements von „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, „Last Christmas“ und „Rudolph the red-nosed Reindeer“. Dazu gab es solistische Einsätze von Björn Diehl und Niklas Engel von den Emporen sowie von Tristan Hertwick bei „In the bleak Midwinter“.

Singen unter dem Weihnachtsstern: Adventskonzert des Chores und der Blechbläser der Modell- und Gesamtschule Obersberg.

Abwechslung brachte auch die Verschiedenheit der musikalischen Charaktere. Nach dem kraftvoll-pompösen „Carol of the Bells“ beispielsweise konnte sich das Publikum beim sehr ruhigen „Star of Bethlehem“ wieder „erholen“. Auch das Singen des Chores im gesamten Kirchenraum verteilt bewies eindrucksvoll, dass der Chor sein Handwerk versteht.

Viel Zwischenapplaus und ein nicht enden wollender Beifall am Ende brachte dann noch die Zugabe „Feliz navidad“, bei der Ulli Meiß das Publikum zum Mitsingen animierte. Und wie bei den Weihnachtskonzerten des Chores üblich, zogen die rund 150 Sängerinnen und Sänger sowie die 30 Musikerinnen und Musiker mit „Santo, santo, santo“ aus der Kirche aus. Mit Kerzen verabschiedeten sie die Besucher in den Abend.

„Mit unseren Konzerten rückt Weihnachten näher“, hatte Ulli Meiß zu Beginn gesagt. Und damit hatte er recht, denn mit diesem Konzert – und dem zweiten am Zweiten Advent – war die weihnachtliche Vorfreude in den Herzen der begeisterten Zuhörer geweckt.

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#Osthessen News 26.08.2025
Bericht: André Söllner
Fotos: André Söllner

2.400 Zuhörer in zwei ausverkauften Konzerten - Bilderserie von André Söllner

26.08.25 - Sie sind eine der absoluten Höhepunkte der Festspiele und bilden den Abschluss der Saison in der Stiftsruine in Bad Hersfeld. Auch in diesem Jahr waren die beiden Konzerte vom Chor und den Blechbläsern mit jeweils 1.200 Zuhörern restlos ausverkauft.

Was Chorleiter und Dirigent Ulli Meiß mit dem Chor und dem Blechbläserensemble von Modell- und Gesamtschule Obersberg sowie der Konrad Duden-Schule seit der Gründung im Jahr 1996 alljährlich auf die Beine stellt, zählt zweifelsfrei zur Spitzenklasse. Sie haben sich zu wahren Publikumslieblingen entwickelt. Die Festspielkonzerte sind die Höhepunkte nach intensiven Proben und vielen Reisen rund um den Globus. Ulli Meiß leistet wertvolle Jugendarbeit. Das Ergebnis ist die herausragende, persönliche Entwicklung der jungen Menschen gepaart mit exzellenter musikalischer Qualität.

Die Abschlusskonzerte der Festspiele vom Chor und Blechbläser sind immer wieder ein echter musikalischer Genuss der Extraklasse

Auch in diesem Jahr präsentierten die Musiker ein gut zweistündiges Programm voller Klasse, Vielfalt und Höhepunkte. Dazu die wunderbare Atmosphäre in der Ruine. Ein Zusammenspiel, welches für Gänsehaut, für emotionale Momente und sogar Freudentränen sorgt. Die Gefühle fahren immer wieder Achterbahn. Meiß gelingt es immer wieder perfekt, die Mischung an Volksliedern bis hin zu aktuellen Pop- und Rocksongs hinzubekommen. Die Musiker und Sänger präsentieren die ausgewählten Titel zudem mit einigen Überraschungen. Langweilig wird es sowieso nie. Vielmehr sind die rund zwei Stunden wie im Fluge schon wieder vorbei. In diesem Jahr waren 170 Sänger und 40 Instrumentalisten auf der Bühne - so viele wie noch nie. Was für eine Wucht.

Von Volksliedern über Songs von den Comedian Harmonists bis hin zu aktuellen Rock und Popsongs war beim Chor alles dabei. Der Chor nutzte nicht nur die Apsis und die Vorderbühne, sondern verteilte sich mehrfach im gesamten Zuschauerraum, um beispielsweise mit dem Orchester zusammen "The Hanging Tree" anzustimmen. Dies bedeutete jedes Mal Gänsehaut-Feeling im Dolby Surround-Klang.

In die Herzen der Zuschauer gesungen

Jede Menge Solisten präsentierten sich auf der Bühne und sangen sich in die Herzen der Zuschauer. Standing Ovationen gab es bereits inmitten der Konzerte nach der perfekt vorgetragenen Bohemian Rhapsody, natürlich wie alle anderen Songs auswendig gesungen. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei, ob "Horch, was kommt von draußen rein", "Ein Freund, ein guter Freund", "Tage wie diese" oder das augenzwinkernd und mit schwarzem Humor gepaarte vom Männerquartett vorgetragene "Ich fahr mit meiner Klara in die Sahara".

Was Ulli Meiß mit dem Chor und den Blechbläsern auf die Beine gestellt hat, ist einfach perfekt

Im Publikum wurde mitgeklatscht, und bei den gefühlvollen Weisen wie "The Rose" und "You raise me up" flossen nicht nur einmal die Tränen. Die Bläser zauberten im Big Band-Sound, präsentierten "Eye of the Tiger" und andere aktuelle Rocktitel mit wuchtigen und mitreißenden Klängen. Viele unterhaltsame Momente waren ebenfalls dabei, so der Bläserhit "Mac the Knife", diesmal unterstützt von einer Motorsäge.

Immer wieder Positionswechsel

Stimmungsvolles Licht, perfekter Gesang, der Wochen lang vorbereitet wurde, fast artistische Leistungen von den schon fast professionell anmutenden Blechbläsern, eine riesige Percussion-Abteilung, gespielt von fünf versierten Schlagzeugern. Immer wieder Positionswechsel von Bläsern und Chor, damit geriet das Programm kurzweilig, die zwei Stunden vergingen wie im Flug.

Das Publikum war einmal mehr komplett begeistert. "Am Samstagabend haben wir so viel Applaus bekommen, wie noch nie", ist Ulli Meiß noch immer völlig ergriffen. "Vielen Dank für dieses großartige, bewegende Konzert! Was Du für die Kinder und Jugendlichen tust, ist wirklich fantastisch. Und für das Publikum natürlich auch. Danke!", schreibt etwa der ehemalige Intendant Joern Hinkel. Ein weiterer Zuhörer schrieb: "Kompliment. Euer Konzert ging unter die Haut. Der neue Pop-Block war begeisternd, der Einzelauftritt von M. Linß (Marisa, die Red.) mit dem Trompeter magisch. Und noch nie war die Akustik so perfekt. Ihr habt einen Glanzpunkt gesetzt, klasse."

Braucht es noch mehr zutreffende Worte? Nein, aber Bilder: Den Artikel mit vielen Bildern finden sie #hier.


#Hersfelder Zeitung 25.08.2025
Bericht: Christopher Göbel
Fotos: Christopher Göbel

Festspielsaison-Abschlusskonzert: Chor und Blechbläser brachten Stiftsruine zum Beben

Beim Abschlusskonzert der 74. Bad Hersfelder Festspielsaison brachten Chor und Blechbläser die Stiftsruine zum Beben.

Wenn Ulli Meiß mit seinem Chor und seinen Blechbläsern die Stiftsruine entert, dann ist viel gute Musik ein Muss. Und das wurde auch in diesem Jahr beim Abschlusskonzert der 74. Bad Hersfelder Festspielsaison – so der Titel laut Programm – auch wieder geboten.

Umjubeltes Konzert: Chor und Blechbläserensemble der Modell- und Gesamtschule Obersberg unter der Leitung von Ulli Meiß in der Stiftsruine.

170 Sängerinnen und Sänger und rund 40 Musikerinnen und Musiker sorgten am Samstagabend mehr als zwei Stunden lang für beste Stimmung vor ausverkauftem Haus. Das Repertoire reichte von Volksliedern über Märsche bis hin zu Pop-Songs. Sehr erfreulich war in diesem Jahr, dass zahlreiche neue Lieder ins Programm aufgenommen wurden.

Ulli Meiß, der das Konzert mit seinem Chor zum intensiven Proben auf Rügen vorbereitet hatte, leitete beide Ensembles souverän. Dass die Jugendlichen alles auswendig sangen, war bemerkenswert. Zu Beginn des Konzerts hatten sich alle Sängerinnen und Sänger im Publikum verteilt und eröffneten den Abend mit „The hanging Tree“. Zu den Blechbläserklängen von „Chariots of Fire“ zog der Chor auf die Bühne.

Abschlusskonzert der 74. Bad Hersfelder Festspielsaison.

Im Volkslieder-Block bewiesen die Sängerinnen und Sänger, dass ihnen das deutsche Liedgut wie „Wenn die bunten Fahnen wehen“, „Am Brunnen vor dem Tore“ (mit Bläserstrophe von außen) oder „Du liegst mir am Herzen“ im schunkelnden Walzertakt ebenso liegen, wie moderne Songs. Am Klavier präsentierte sich Anne Rill als versierte Begleiterin.
Das stellte der Chor bei „Circle of Life“, „Bohemian Rhapsody“ oder dem rasanten Zungenbrecher „Rhythm of Life“ unter Beweis. Und auch Musik von „Die Toten Hosen“ kam zurück in die Stiftsruine: „Tage wie diese“. Dazwischen machten die Sängerinnen und Sänger einen Ausflug in Lieder der „Comedian Harmonists“. Tenöre und Bässe sangen allein „Can you feel the Love tonight“. Bei einigen der anderen Stücke waren solistische Einlagen dabei.
Die Blechbläser erfreuten das Publikum mit Märschen wie „Gardeoffizier“ und dem bayerischen Hit „Auf der Vogelwiese“, szenisch mit Biergarten-Tisch auf der Bühne untermauert. Beim Mackie-Messer-Song aus der Dreigroschenoper wurde es laut, denn mit Kettensäge und Rasenkantenschneider ging es zur Sache. Das arabisch beginnende „Salome“ brachten die Bläser ebenso eindrucksvoll auf die Bühne wie den „Walzer No. 2“ von Dimitri Schostakowitsch.
Bei „Eye of the Tiger“, „Life is Life“ und „I will survive“ der Blechbläser machte der Chor rechts und links auf der Bühne richtig Party und steckte das Publikum mit der überbordenden Begeisterung an. Gemeinsam erklangen auch „Somewhere only we know“ und „The Rose“.
Nach rund zwei Stunden verabschiedeten sich die Ensembles mit „Oh when the Saints“. Nicht enden wollender Jubel und Applaus brandeten bei den rund 1.200 Zuschauerinnen und Zuschauern auf. Mit „You raise me up“ gab es dann eine erste Zugabe – und die zweite folgte sogleich: Mit einem bewegenden „Amazing Grace“, bei dem das Publikum ein Handylampen-Lichtermeer erzeugte, ging der Konzertabend zu Ende. Am Sonntagnachmittag wurde dasselbe Programm ein zweites Mal aufgeführt.

 

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#Hersfelder Zeitung 31.05.2025
Bericht: Markus Pfromm
Fotos: Markus Pfromm

Königsgräber und fliegende Klöster

Obersbergschüler beenden Griechenland-Tour

Kollektive Begeisterung: Die Meteora-Klöster haben einen großen Eindruck auf die junge Truppe gemacht. Ein Teil des Chores teilte das gemeinsame Erlebnis Weltkulturerbe mit diesem Gruppenbild.

Die Konzertreise des Chors der Modell- und Gesamtschule Obersberg durch Nordgriechenland geht zu Ende. Die Schülerinnen und Schüler tauchten beim gefeierten Auftritt mit einem Volksverein der pontischen Griechen noch einmal tief in griechische Geschichte ein. Was vordergründig wie Folklore wirkt, verbindet sich mit einer tragischen Zwangsumsiedlung aus der Schwarzmeerregion nach dem Ende des griechisch-türkischen Kriegs 1922. Und ein Open-air-Konzert mit der Chorgemeinschaft der bischöflichen Kirche in Kilkis rundete die Chorfahrt ab, über die HZ-Herausgeber Markus Pfromm als Begleiter abschließend berichtet.

Nach dem Konzert wurde der Leiter des Obersbergchores, Ulli Meiß, von Herzen gewürdigt.

Hand aufs Herz, was die jungen Leute vom Obersbergchor geboten bekommen, ist wirklich außergewöhnlich. Es ist nicht nur das Gespür für die eigene Selbstwirksamkeit wie bei den gemeinsamen Auftritten mit den Pontos-Griechen in Kalamaria oder zuletzt im Umfeld hoher geistlicher Würdenträger wie Seiner Eminenz, dem griechisch-orthodoxen Metropoliten Bartholomäus von Kilkis. Auch der historische Rahmen der Reise ist ein echtes Bildungsprivileg. Nur zwei Beispiele: Es ist kaum zu beschreiben, wie spektakulär die makedonischen Königsgräber um den Vater von Alexander dem Großen in Vergina auf uns wirkten. Und es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass die jungen Choristen damit ein Museum von Weltrang besuchen konnten. Unbedingte Reiseempfehlung! Ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe und eine der griechischen Sehenswürdigkeiten schlechthin sind die „schwebenden“ Meteora-Klöster aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, die uns in schwindelnder Höhe auf monolitisch erscheinenden, hunderte Meter hohen Felsen, Adlerhorsten gleich, geradezu unwirklich erschienen. Andächtige Sprachlosigkeit bei Jugendlichen zu erleben, war für mich mit einem innerlichen Schmunzeln verbunden. So richtig realisieren werden manche jüngere Choristen vielleicht erst in Jahren, was der Lohn für ihr unermüdliches Üben und den zeitlichen Einsatz bedeutet hat.

„Olympische Spiele“ gehörten in Griechenland zum Programm des Chors.

Was bleibt zu beschreiben? Dass eine Küchenkraft aus einem einfachen Restaurant Arne Stückradt, den stellvertretenden Leiter der Gesamtschule Obersberg ansprach, dass sie noch nie so höfliche und freundliche junge Leute im Lokal erlebt hat. Und dass es unglaublich viele wilde Hunde und Katzen gibt - und ich immer ein Kribbeln verspürte, wenn die (zu) extrem Tierlieben unter uns vor Streichelkontakt nicht zurückschreckten. Auch, dass ewig erscheinende Bustransfers ohne Murren fröhlich singend ausgehalten wurden und dass ich als „fast Stubenältester“ - nach Chorleiter Ulli Meiß - in entspannter Selbstverständlichkeit in die tolle Truppe ohne Fremdeln aufgenommen wurde. Die Reise war für mich wie eine Dosis Lebenselixier aus dem Jungbrunnen. Danke dafür und „Ítan timí mou - Es war mir eine Ehre.“

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Obersberg-Chöre in Griechenland.In geschützter Dunkelheit und andächtig besuchte der Obersbergchor (Schattenriss) das original erhaltene, unterirdische Portal des Königsgrabs von Philipp II., dem Vater von Alexander dem Großen.



#Hersfelder Zeitung 27.05.2025
Bericht: Kai Struthoff
Fotos: Markus Pfromm

Die Obersberg-Chöre auf Konzertreise in Griechenland

Der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg aus Bad Hersfeld ist zurzeit auf einer Konzertreise in Thessaloniki in Griechenland. Unsere Zeitung begleitet die jungen Sängerinnen und Sänger auf einer Tour voller Geschichte und menschlichen Begegnungen.

Der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg aus Bad Hersfeld ist zurzeit auf einer Konzertreise in Thessaloniki in Griechenland. Unsere Zeitung begleitet die jungen Sängerinnen und Sänger auf einer Tour voller Geschichte und menschlichen Begegnungen.

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#Hersfelder Zeitung 26.05.2025
Bericht: Markus Pfromm
Fotos: Markus Pfromm

Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg auf Konzertreise in Griechenland

Der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg aus Bad Hersfeld ist zurzeit auf einer Konzertreise in Thessaloniki in Griechenland. Unsere Zeitung begleitet die jungen Sängerinnen und Sänger auf einer Tour voller Geschichte und menschlichen Begegnungen.

Der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg Obersbergschüler ist mal wieder auf großer Konzertreise: Diesmal geht es nach Thessaloniki in Griechenland.

Und sie tun es wieder! Die begabten jungen Leute vom Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg sind erneut auf großer Reise. Am Samstag ist die 111-köpfige, muntere Truppe um Chorleiter Ulli Meiß in Griechenland eingeflogen. Es gibt ein vielfältiges Kulturprogramm für die achttägige Fahrt, selbstverständlich aber auch drei geplante Konzerte – spontane Ständchen und sogenannte „Flashmobs“ sind unterwegs natürlich nicht ausgeschlossen.

Wie schon einige Male begleitet Markus Pfromm, der Herausgeber unserer Hersfelder Zeitung, als Freund und Förderer auf eigene Rechnung den Chor. Er sendet uns für heute und in den kommenden Tagen seine lebendigen Eindrücke.

Ob in Georgien, Namibia oder Argentinien und nun natürlich auch in Griechenland: als Referenz an das örtliche Publikum werden immer auch populäre Lieder in der Landessprache eingeübt. Nicht irgendwie, sondern wie wir es von unserem Obersbergchor kennen, eben perfekt. Und weil das mit dem Griechischen leichter gedacht als dann auch wirklich korrekt gesungen ist, wurde im Bus zum Flughafen nach Düsseldorf, vorm Boarding in den Flieger und dann auch nach der Landung am Thermaischen Golf noch fleißig die Aussprache geübt und weiter auswendig gelernt.

Der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg aus Bad Hersfeld ist zurzeit auf einer Konzertreise in Thessaloniki in Griechenland. Unsere Zeitung begleitet die jungen Sängerinnen und Sänger auf einer Tour voller Geschichte und menschlichen Begegnungen.

Emotionaler Höhepunkt des ersten Konzerts in der evangelischen Kirche von Thessaloniki war dann auch für das sichtlich berührte Publikum ein herzerweichender griechischer Welthit, den auch Nana Mouskouri in deutscher Version zu großem Ruhm führte: „Ta Pedia Tou Pirea“ - zum Nachsummen für die zu Hause gebliebene HZ-Leserschaft: ... „Ein Schiff wird kommen“. Der erste Auftritt ist also schon einmal gelungen, das gibt Sicherheit und ganz einfach ein gutes Gefühl.

Überhaupt, die Stimmung ist sehr aufgeräumt und südlich heiter. Und die Disziplin in der Chorgemeinschaft, die ja immerhin eine Altersspanne zwischen vierzehn und neunzehn und vereinzelt auch mehr Jahren umfasst, ist wieder einmal sehr erstaunlich.

Das ist nicht mit Drill zu verwechseln; allen ist eben klar, dass Zusammenhalt und aufeinander Rücksicht zu nehmen die Basis dafür ist, so eine Reise sicher unternehmen zu können. So gilt zum Beispiel: Strand ja, Baden NEIN. Und auch die unvermeidlichen Zählappelle klappen prima. 

Der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg aus Bad Hersfeld ist zurzeit auf einer Konzertreise in Thessaloniki in Griechenland. Unsere Zeitung begleitet die jungen Sängerinnen und Sänger auf einer Tour voller Geschichte und menschlichen Begegnungen.

Die Belohnung sind unvergessliche Eindrücke. So wie gestern bei der Stadttour durch Thessaloniki. Unsere sympathische Reiseführerin Marianna hat uns die Stadtmauer als imposantes byzantinisches Bau- und Bollwerk gezeigt. Großartig war die Wirkung der Agia Sofia, einer bedeutenden Kreuzkuppelkirche aus dem 7. Jahrhundert, die der Hagia Sofia in Istanbul nachempfunden ist.

Gutes Essen hebt natürlich auch die Stimmung. „Jugendgerecht“ gab es gleich am ersten Tag einen großen griechischen Grillteller - oder fleischlos, jedenfalls mit ordentlich Tsatsiki. Wenn es alle essen, riecht das nachher im Bus niemand mehr.

Heute führt uns ein Ausflug mit den beiden gecharterten Reisebussen nach Amphipolis, das ist eine antike Stadt aus dem 5. Jahrhundert, die auf die Athener zurückführt. Dort soll es imposante Löwenstatuen geben. Von großer urchristlicher Bedeutung ist unser Ziel Philippi; in der antiken Stadt hat der Apostel Paulus eine frühe christliche Gemeinde gegründet. Also, ganz klar – der Bildungsauftrag kommt auf unserer Reise nicht zu kurz, das kann auch einem älteren Semester wie mir nicht schaden. 

Übrigens: heute Abend soll es Spaghetti mit Hackfleisch, Schafkäse und wieder, richtig, Tsatsiki mit tüchtig Knoblauch geben!

Gespannt, wie es weiter geht? Ich auch. „Gia sou!“ (… griechisch für Servus und Tschüss)