Bericht: Christopher Göbel
Fotos: Steffen Sennewald
Junge Musiker vom Obersberg begeistern beim Abschluss-Konzert der Festspiel-Saison in Bad Hersfeld
Mit den Abschlusskonzerte des Chores der Modell- und Gesamtschule Obersberg und des Blechbläser-Ensembles der GSO, der MSO und der Konrad-Duden-Schule endete der Festspiel-Sommer.
Bad Hersfeld – Manche Dinge sind auch dann wunderbar, wenn man sie schon gut zu kennen meint. Das gilt in besonderer Weise für die jährlichen Festspiel-Abschlusskonzerte des Chores der Modell- und Gesamtschule Obersberg und des Blechbläser-Ensembles der GSO, der MSO und der Konrad-Duden-Schule. Sie entfalteten ihre besondere Faszination auch in diesem Jahr und berührten die Besucherinnen und Besucher in der komplett ausverkauften Stiftsruine mit musikalischer Perfektion und einer bewährten Mischung aus Bekanntem und Neuem. Das Publikum konnte sich auch dieses Mal auf einen lebendigen, begeisternden, bunten und fröhlichen Konzertabend freuen. Aus alt vertrauten Melodien und frisch Einstudiertem, Volksliedern, Popsongs und alten Schlagern hatte Ulli Meiß mit seinen Helferinnen und Helfern ein abwechslungsreiches Programm mit Ohrwurm- und Gänsehautgarantie zusammengestellt, das den Funken der Begeisterung deutlich sicht- und hörbar überspringen ließ.
Es machte Freude, so viele musikbegeisterte und -begeisternde junge Menschen auf der Bühne zu sehen – unter ihnen erfreulich viele aus den unteren Jahrgängen der Mittelstufe aber auch zahlreiche Ehemalige. Ulli Meiß konnte auf eine sehr stabile und klanglich wirkungsvolle Mischung aus ganz jungen und reiferen Stimmen stützen, die einen wesentlichen Teil der besonderen Ausstrahlung der beiden Konzerte ausmachte, die rund 2 400 Zuschauer in die Stiftsruine lockten. Die Klavierbegleitung lag in den bewährten Händen von Anne Rill, Jan Braun unterstützte Meiß bei der Leitung des Bläserensembles. Als Gesamtchor, aber auch in Teilensembles und in solistischen Besetzungen brachten die Schülerinnen und Schüler Musik aus verschiedenen Epochen zum Klingen. Die Sängerinnen und Sänger beschränkten sich nicht auf die Bühne, sondern nutzten auch den Zuschauerraum der Ruine, um das Publikum von allen Seiten in eine Klangwolke einzuhüllen und damit einen eindrucksvollen Raumklang zu erzeugen. Nicht nur dabei wurde ohrenfällig, dass die Arbeit in den Chören auch durch eine solide und qualitätvolle stimmbildnerische Arbeit flankiert wird, für die neben Chorleiter Ulli Meiß auch Anne Rill, Jan Braun, Tatjana Beyer, Alessia Park und Ernst-Volker Schwarz verantwortlich zeichnen.
Ein weiterer wesentlicher Faktor – vor allem für die Gewinnung von Nachwuchs – ist sicher die Arbeit in den Vorchören, die von Silke Pfannkuch und Anne Rill geleistet wird. Das Konzert begann mit einem kleinen Überraschungsmoment, dem berühmten „Halleluja“-Chor von Georg Friedrich Händel, der flashmobartig von Sängerinnen und Sängern, die auf der Bühne und verteilt im Publikum scheinbar völlig zufällig zu singen begannen. Mit wirkungsvollen „Klassikern“ wie Karl Jenkins’ „Adiemus“, mit Volksliedern wie „Ännchen von Tharau“, mit alten Schlagern wie dem Lied vom kleinen grünen Kaktus oder dem schönen Sigismund und mit Popsongs wie Keanes „Somewhere only we know“, „Alt wie ein Baum“ von den Puhdys oder Abbas „Mamma Mia“ wurde das Programm fortgesetzt.Frische, lebendige Arrangements, eingängige Melodien, die besondere Farbe der jungen Stimmen und eine kräftige Prise Humor sorgten für einen kurzweiligen, ausgesprochen unterhaltsamen Mix. Die Blechbläser beeindruckten durch einen satten, kernigen Sound, der vor allem bei der Interpretation von „I will survive“ und bei Evergreens wie „Life is Life“ oder „Griechischer Wein“, bei denen Meiß wenig Mühe hatte, das Publikum zum Mitsingen und Mitklatschen zu animieren. Humoristisch zugespitzt gerieten der „Hummelflug“, bei dem Solotrompeter Daniel Crespo im passenden Kostüm die traumatisierende Begegnung mit einer Hummel verarbeitete, wobei eine überdimensionale Fliegenklatsche die finale Rolle spielte. Im Song „Leise“ von den Wise Guys verlieh Matheus Drzewiecki gemeinsam mit seinen männlichen Mitsängern satirisch zugespitzt seiner Verzweiflung darüber Ausdruck, dass er in der Beziehung mit seiner zwar liebenswürdigen aber doch etwas zu kommunikationsfreudigen Partnerin kaum zu Wort komme. Für ein begeisterndes Konzertfeuerwerk auf hohem musikalischem Niveau bedankte sich das Publikum mit anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen. Chor und Bläser revanchierten sich mit einer mitreißenden Version des Gospel-Klassikers „When the Saints go marching in“, mit „Amazing Grace“ und Hubert von Goiserns „Weit, weit weg“. (Von Ute Janssen)
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#Hersfelder Zeitung 10.05.2024
Bericht: Markus Pfromm
Fotos: Markus Pfromm
Malmesbury für Partnerschaft
Obrsbergchor erobert die Herzen beim Konzer in der ehrwürdigen Abbey
Malmesbury – Lullus hätte seine wahre Freude an dieser deutsch-englischen Verbindung, die ganz in seinem Zeichen steht und bestimmt den gesegneten Beistand des Heiligen hat. Der Zeitpunkt des Besuchs der Bad Hersfelder Bürgermeisterin im südenglischen Malmesbury, wohin sie den Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg auf Konzertreise begleitet, hätte perfekter nicht gewählt sein können:
Am Dienstagabend haben die politischen Vertreter im Town Council einstimmig die Resolution zur Anbahnung der offiziellen Städtepartnerschaft mit Bad Hersfeld als Basis zum „Twinning Agreement“ beschlossen. Dem Vernehmen nach könnte im Sommer das Stadtparlament Bad Hersfeld auf deutscher Seite den vergleichbaren Beschluss fassen - eine Besiegelung der Partnerschaft mit der pittoresken englischen Kleinstadt im Norden der Grafschaft Wiltshire, von der aus Lullus als missionierender Mönch auszog, wäre vielleicht also schon im Herbst zum Lullusfest denkbar.
Das, um es englisch auszudrücken, „Timing“ für das Konzert des Obersbergchores am Mittwochabend in der ehrwürdigen Abbey von Malmesbury, die sehr an die Stiftsruine erinnert, hätte ebenfalls nicht besser ausfallen können. Eine gelöste, aufgeschlossene Besucherschar lernte den wie immer gewinnend auftretenden und perfekt vorbereiteten Chor kennen. Mit deutschen und internationalen Liedern, die die Schönheiten der Natur und die Magie der Liebe besingen, bauten die über 100 Schülerinnen und Schüler um Ulli Meiß und die begleitende Lehrerschaft rasch eine Brücke zu den Herzen. Höhepunkt war der Vortrag des Liedes Amazing Grace - ein Gänsehautmoment, der geradezu sinnbildlich für das Ziel der absehbaren Städtepartnerschaft stehen kann.
Am Mittwochvormittag, Stunden vor dem Konzertereignis, hatten nämlich Anke Hofmann und der erst am Vorabend neu gewählte Bürgermeister von Malmesbury, Phil Exton, gemeinsam deutlich gemacht, wie wichtig die Begegnung mit und von jungen Menschen im internationalen Austausch ist. Die Szenerie im Rathaus von Malmesbury, wo diese feierlichen Worte an die große Zahl engagierter und begabter jugendlicher Choristen gerichtet wurden, war nachdrücklich und ohne Pathos schlichtweg passend.
So hat das auch Heinz-Jörg Kretschmer empfunden, der als Vorsitzender der Bad Hersfelder Friends of Malmesbury zur Delegation gehört - für ihn haben sich alle Bemühungen des agilen Vereins in einem fast beseelten Moment gelohnt: die offizielle Partnerschaft ist auf beiden Seiten gewollt und nun zum Greifen nah.
Ausdruck hat das in Malmesbury bereits darin gefunden, dass es neuerdings einen „Lullus Way“ gibt, an einen „Bad Hersfeld Parc“ gedacht wird und ein „Sigmar Gleiser View“ geplant ist, womit die Verdienste des geschätzten Anbahners auf Bad Hersfelder Seite herausgestellt werden soll. Das fühlt sich alles gut, richtig und vielversprechend an, zumal die Nordseestadt Niebüll - schon heute mit Malmesbury offiziell verpartnert - die Erweiterung entspannt und zustimmend begleitet, wie Meik Ebert, der Sprecher der Stadt Bad Hersfeld und selbst Malmesbury-Aktivist, mit einem diplomatischen Lächeln versichert.
Mit dem Gefühl, als sympathische Botschafter die deutsch-englische Freundschaft vorangebracht zu haben, befindet sich der Obersberg nach einem Bildungs- und Exkursionsprogramm zu den Kathedralen in Canterbury und Salisbury, nach London und zu den Steinen von Stonhenge am heutigen Freitag auf der Rückreise in Lullus’ zweite geliebte Heimat.
Konzerterlebnis in der Abbey von Malmesbury: Der Obersbergchor sang sich Mittwochabend in die Herzen der englischen Besucherinnen und Besucher.
#Hersfelder Zeitung 08.05.2024
Bericht: Markus Pfromm
Malmesbury einstimmig für Partnerschaft mit Bad Hersfeld
Am Dienstagabend haben die politischen Vertreter im Town Council einstimmig die Resolution zur Anbahnung der offiziellen Städtepartnerschaft zwischen Malmesbury und Bad Hersfeld beschlossen. Mulmesbury/Bad Hersfeld - Der Zeitpunkt des Besuchs der Bad Hersfelder Bürgermeisterin im südenglischen Malmesbury, wohin sie den Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg auf Konzertreise begleitet, hätte perfekter nicht gewählt sein können: Am Dienstagabend haben die politischen Vertreter im Town Council einstimmig die Resolution zur Anbahnung der offiziellen Städtepartnerschaft mit Bad Hersfeld beschlossen.
Dem Vernehmen nach könnte im Sommer das Stadtparlament Bad Hersfeld auf deutscher Seite den vergleichbaren Beschluss fassen - eine Besieglung der Partnerschaft mit der englischen Heimatstadt von Lullus wäre vielleicht schon im Herbst zum Lullusfest denkbar. Unser Foto zeigt Anke Hofmann, die dem neu gewählten Bürgermeister von Malmesbury, Phil Exton, zu dessen 65. Geburtstag am Mittwoch ein Foto der Stiftsruine überreichte.
Den Artikel finden sie #hier.
#Hersfelder Zeitung 07.05.2024
Bericht: Markus Pfromm
Fotos: Markus Pfromm
Musik und Diplomatie führt Obersbergchor nach England
07.05.24 Gemeinsam mit Bürgermeisterin Anke Hofmann befindet sich der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg auf einer besonderen Mission in Südengland. Am morgigen Mittwoch werden über hundert Schülerinnen und Schüler in der Abbey von Malmesbury mit Chorleiter Ulli Meiß ein festliches Konzert geben.
Anke Hofmann nutzt das Ereignis, um vor Ort eine denkbare offizielle Städtepartnerschaft mit dem Geburtsort von Lullus diplomatisch tiefer auszuloten. Mit dabei ist auch der Vorsitzende des Vereins „Friends of Malmesbury“, Heinz-Jörg Kretschmer. Erste Station der Busreise war die atemberaubende Kathedrale von Canterbury (Foto).

